Wacom, einst selbst Startup, ist heute ein international erfolgreiches Unternehmen. Nicht zuletzt, weil man sich über die Jahre den Gründerspirit bewahrt hat und den Drang nach Innovation tagtäglich lebt. Dieser zeigt sich auch im Design und in der Anwendung der gerade bei Kreativen beliebten digitalen Schreib- und Grafiktabletts. Wir sprachen mit Stefan Kirmse, SVP Brand & Corporate Communication.

Startup_dus: Der Markt für digitale Schreib- und Grafiktabletts wächst stetig und in den nächsten Jahren sind in diesem Bereich noch zahlreiche Innovationen zu erwarten. Wie geht Wacom erfolgreich in diese Zukunft?

Stefan Kirmse: Wacom ist ein Technology-Leadership-Unternehmen. Dabei geht es in Zukunft nicht nur um die reine Hardware, sondern auch um die digitale Tinte und das Eco-System, welches sich darum rankt.

Startup_dus: Wacom bietet nicht nur Startups die richtigen Tools, um Ideen zu entwickeln und Produkte zu gestalten, sondern ist selbst ein ehemaliges Startup, das zum Top-Unternehmen der Branche herangewachsen ist. Was ist das Geheimnis eures Erfolgs?

Stefan Kirmse: Wir sind im Herzen ein Startup geblieben. Wachstum und Unternehmensgröße, Globalisierung und regulatorischer Wahn machen es einem nicht leicht. Aber wer klar definierte Werte hat und lebt, gründet schon als Startup das Fundament für eine Unternehmenskultur, die sich diesen Einflussfaktoren entgegenstemmt.

Startup_dus: Mit welchen Startups arbeitet ihr aktuell zusammen und wie profitiert ihr voneinander?

Stefan Kirmse: Als global agierendes und in Japan beheimatetes Unternehmen arbeiten wir z. B. mit mui.jp zusammen. Entscheidend bei jeder Zusammenarbeit ist, dass sie unsere Mission „for Human Technology“ teilen und da ist MUI ein sehr gutes Beispiel.

Startup_dus: Und nach welcher Art Startups sucht ihr für die zukünftige Kooperation?

Stefan Kirmse: Überall dort, wo „digital ink“, also digitale Tinte, eine Rolle spielen kann, um Technologie im digitalen Transformationsprozess mit Kreativität und Menschlichkeit in Einklang zu bringen.

Startup_dus: Welche Produkte launcht ihr in diesem Jahr und wie helfen sie Kreativen weiter?

Stefan Kirmse: Wir haben gerade Wacom One gelauncht, um auch Kreativen am Anfang ihrer Karriere einen Einstieg in die Wacom Digital Ink Experience zu ermöglichen.

Startup_dus: Ihr sitzt seit 2016 in Düsseldorf. Was hat sich seitdem in der Stadt getan und warum ist die Stadt heute als Startup-Hub besser denn je?

Stefan Kirmse: Superviel, denn Düsseldorf strotzt nur so von Initiative, sich als Startup-Hub zu positionieren. Der Zufluss von Unternehmen aus dem digitalen Umfeld zieht auch die dazugehörigen Potenziale in die Stadt.

Startup_dus: Auf der Startup-Woche 2020 seid ihr mit der Veranstaltung „Do you need a brand?“ vertreten und widmet euch vor allem der Markenbildung. Ohne die Inhalte der Veranstaltung vorwegzunehmen, was sind die ersten Schritte zur Markenbildung eines Startups, dass ja gerade zu Beginn nur über sehr überschaubare finanzielle Ressourcen verfügt?

Stefan Kirmse: Marke ist zu allererst nicht eine Frage von Geld, sondern von Kopf und Herz. Die Fragen, die ein wirkliches Markenunternehmen täglich aufs Neue beantworten muss, helfen auch einem Startup von Anfang an, eine langfristig erfolgreiche Value Preposition zu definieren.