Julia Doll, Head of Innovation bei Vodafone UPLIFT erzählt uns gut gelaunt, was wir 2020 vom Corporate Accelerator erwarten können. Dieser wurde jüngst nicht nur erneut als einer der besten Innovation-Labs ausgezeichnet, sondern ist auch den Rest des Jahres sehr umtriebig und aktiv in Region und Republik unterwegs.

Startup_dus: 2019 und 2020 wurde Vodafone UPLIFT von Capital als eines der besten Innovation-Labs ausgezeichnet. Wie macht ihr das, dass ihr jedes Jahr aufs Neue so gut bewertet werdet?

Julia Doll: Wie ein gutes Startup: Wir verbessern uns kontinuierlich in vielen kleinen Schritten. Mit unserer zunehmenden Erfahrung schnüren wir ein Programm, das immer besser auf die Bedürfnisse der Startups und anderer Innovatoren eingeht. Von bislang eher reifen Startups haben wir im letzten Jahr z. B. auch ein Angebot für Early-Stage-Startups auf den Markt gebracht, den Vodafone PACESETTER. Hinzu kommt die immer stärkere Zusammenarbeit mit anderen Unternehmensbereichen. Das tatsächliche Geheimrezept ist aber das UPLIFT-Team. Durch unsere Erfahrungen in der Arbeit mit Startups, unsere Passion für das Thema, unsere intrinsische Motivation und durch einen alternativen, an die Startup-Mentalität angelehnten, kulturellen Ansatz, sind wir ein unschlagbares Team. 🙂

Startup_dus: Was sind eure persönlichen Startup- und Gründer-Highlights des vergangenen Jahres?

Julia Doll: Wir haben bei UPLIFT viele neue Partner gewinnen können. Seit Sommer letzten Jahres kooperieren wir z. B. mit unu aus Berlin, die vernetzte Elektro-Roller auf den Markt bringen. Hier haben wir eine sehr schöne Marketing-Partnerschaft aufbauen können. Mit unu waren wir beispielsweise auf der IAA und der Bits & Pretzels. Die E-Roller werden mit Vodafone-Konnektivität vernetzt und bieten zudem großartige Features wie Sharing etc. Was mich persönlich besonders freut, ist, dass langsam eine kleine UPLIFT-Familie entsteht. Die vielen Startups im UPLIFT-Programm tauschen sich untereinander aus, helfen und führen gemeinsame Projekte durch. Hierüber generieren wir einen weiteren Mehrwert für die Startups bei UPLIFT dabei zu sein.

Startup_dus: Was sind eure persönlichen Startup- und Gründer-Highlights des vergangenen Jahres?

Julia Doll: Wir haben bei UPLIFT viele neue Partner gewinnen können. Seit Sommer letzten Jahres kooperieren wir z. B. mit unu aus Berlin, die vernetzte Elektro-Roller auf den Markt bringen. Hier haben wir eine sehr schöne Marketing-Partnerschaft aufgebaut. Mit unu waren wir beispielsweise auf der IAA und der Bits & Pretzels. Die E-Roller werden mit Vodafone-Konnektivität vernetzt und bieten großartige Features, wie beispielsweise einen digitalen Schlüssel oder das Tracking bei Diebstahl. Oder unsere erste Windkraftmühle, die wir gemeinsam mit MOWEA in Torgelow an den Start gebracht haben. MOWEA stellt miniaturisierte Windräder zur Energieerzeugung her. Was mich persönlich besonders freut, ist, dass langsam eine kleine UPLIFT-Familie entsteht. Die vielen Dutzend Startups im UPLIFT-Programm tauschen sich untereinander aus, helfen und führen gemeinsame Projekte durch. Hierüber generieren wir einen weiteren Mehrwert für die Startups bei UPLIFT dabei zu sein.

Startup_dus: 2020 war bisher ein verrücktes Jahr. Wie seid ihr damit umgegangen und was steht noch an?

Julia Doll: In der Tat ein verrücktes Jahr! Bislang haben wir bei Vodafone als wesentliche Veränderung die 100-Prozent-Homeoffice-Regelung gespürt. Unser Kerngeschäft ist glücklicherweise ja bereits weitestgehend digital. Daneben sind Events, Konferenzen und reale Touchpoints superwichtig für das Ökosystem. Das fällt nun leider weg – auch wenn wir bislang ganz gute Erfahrungen mit digitalen Events gemacht haben. Wie z. B. unser erstes digitales RheinlandPitch UPLIFT Special im Juni. Natürlich sind wir von Vodafone UPLIFT sehr gespannt auf die Auswirkungen im Startup-Umfeld. Was uns positiv gestimmt hat, war der Innovationsgeist von einigen unserer Partner Startups: Von Charity-Aktionen für kleine Unternehmen, über die Bereitstellung kostenloser smarter Kühlschränke für systemrelevante Berufe bis hin zur Entwicklung einer digitalen Registrierungslösung für Restaurantbesucher war vieles dabei und wurde binnen kürzester Zeit ins Leben gerufen. Das macht Mut! Ansonsten haben wir dieses Jahr natürlich noch was vor! Im September haben wir unser UPLIFT-Highlight: Bits & Pretzels. Eigentlich in München, dieses Jahr aber rein digital und über eine ganze Woche verteilt. Wir sind schon gespannt, wen Bits & Pretzels – nach Barack Obama im letzten Jahr – in diesem Jahr auf die (digitale) Bühne holt!

Startup_dus: Was kann man am 15. September bei eurem Fireside-Chat bei der Startup-Woche erwarten?

Julia Doll: Die Trends der Zukunft sind wahre Datenfresser. Um diese zu bewältigen, braucht es skalierbare, leistungsfähige Lösungen. Dafür wiederum ist eine leistungsfähige Infrastruktur unerlässlich. Was ein Startup bei der Auswahl des Tech-Stacks beachten sollte, welche Lösungen sich dabei anbieten und wie dies den Werdegang als junges Unternehmen beeinflussen kann, erklären wir, zusammen mit ein paar unserer Partner-Startups.

Startup_dus: Viele der Startups, mit denen ihr kooperiert, beschäftigen sich mit dem Internet of Things. Gibt es in diesem Bereich Technologien, die gerade besonders beliebt sind bei den Gründern?

Julia Doll: Der Trend geht hin zu IoT-Plattformen und zu AI. Es geht natürlich um die Generierung von Daten durch Geräte, am besten auf einer Plattform, aber vor allem auf die dann folgende Verarbeitung und Nutzung durch Machine Learning bzw. AI.

Startup_dus: Und gibt es Entwicklungen, Ideen oder Bereiche, die in Zukunft besonders für Vodafone spannend sein werden? 

Julia Doll: 5G wird für uns DAS Thema in den nächsten Jahren werden. Die damit verbundenen Anwendungsbereiche im Internet of Things oder bei der datenintensiven Artificial Intelligence werden entsprechend mitwachsen. Dabei wollen und werden wir als Enabler und Partner mitwirken.

Startup_dus: Was macht Düsseldorf als Startup-Hub aktuell aus – und wohin geht die Reise noch in den nächsten Jahren?

Julia Doll: Düsseldorf – im Zentrum von NRW – ist eine Großstadt, die aber noch „klein“ genug ist, um ein aktives und fruchtbares Startup-Ökosystem zu betreiben. Man kennt sich zunehmend. Darüber hinaus ist die Nähe zum Ruhrgebiet und nach Köln auch infrastrukturell ein idealer Ausgangspunkt. NRW ist sicher noch kein globales Startup-Hub. Um hier hervorzustechen bräuchte es beispielsweise einen übergreifenden Accelerator für Scale Ups. Der diesjährige Digital Demo Day – der jedes Jahr kontinuierlich wächst – spiegelt dennoch die positive Entwicklung für Düsseldorf als Startup-Hub gut wider.